2. Mai 2019
"Von Uploadfiltern und anderen Innovationen: Die Reform des EU-Urheberrechts"
Ein Vortrag von Herrn Prof. Dr. Alexander Peukert, München
um 18.15 Uhr im Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse, 2. OG, Neue Mainzer Str. 49; Parkmöglichkeiten bestehen im Parkhaus Junghofstraße oder Goetheplatz.

Zum Referenten: Prof. Dr. Alexander Peukert, ist Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht mit Schwerpunkt im internationalen Immaterialgüterrecht am Fachbereich Rechtswissenschaft der Goethe-Universität und einer der Hauptantragsteller des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“. Er studierte und promovierte in Freiburg i.Br. (1993-1999). Nach zweitem Staatsexamen und einer Tätigkeit als Rechtsanwalt in Berlin war er wissenschaftlicher Referent und Leiter des USA-Referats am Max-Planck-Institut für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht in München (2002-2009). Wichtigste Publikationen: Güterzuordnung als Rechtsprinzip (2008); Die Gemeinfreiheit (2012); Kritik der Ontologie des Immaterialgüterrechts (2018); Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (18. Aufl. 2018, mit Manfred Rehbinder).

Zum Vortrag: Im September 2016 legte die Europäische Kommission einen Vorschlag für eine Richtlinie zum „Urheberrecht im digitalen Binnenmarkt“ vor. Wie frühere Urheberrechtsreformen löste auch dieser Vorschlag intensive öffentliche Debatten aus. Zwischenzeitlich versagten sowohl das Europäische Parlament als auch eine Mehrheit der Mitgliedstaaten der Kommission die Gefolgschaft. Im Zentrum der Kritik stehen Regelungsvorschläge zu News-Aggregatoren („Link tax“) und Plattformen wie YouTube („Uploadfilter“). Im Vortrag werden diese und weitere Vorschriften der Richtlinie erläutert und in den Kontext der allgemeinen digitalen Agenda der Europäischen Kommission gestellt. Die Leitfrage lautet, welche Vision des Internets in der Urheberrechtspolitik der EU zum Ausdruck kommt.