6. Mai 2010
"Europäischer Gerichtshof und nationale Verfassungsgerichtsbarkeit: Politische Ökonomie der Reform"
Ein Vortrag von Herrn Professor Dr. Roland Vaubel, Mannheim
um 18.00 Uhr c.t. im großen Sitzungssaal der BHF-BANK AG, Bockenheimer Landstraße 10, Eingang Oberlindau 2, Frankfurt am Main. Parkmöglichkeit besteht im Parkhaus Alte Oper.
Vor dem Vortrag lädt die BHF-BANK AG zu einem kleinen Umtrunk ein.


Zur Person: Geboren 1948; zweisemestriges Jura-Studium an der Universität München; Bachelor of Arts in Philosophy, Politics and Economics an der Universität Oxford (1970); Master of Arts in Economics an der Columbia University, New York (1972); Stagiaire bei der Europäischen Kommission, Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Weltwirtschaft, Kiel (1973-84), zuletzt als Forschungsgruppenleiter; Promotion zum Dr. rer. pol. (1977, Doktorvater: Herbert Giersch) und Habilitation (1980) an der Universität Kiel; Associate Professor (1979) und ord. Professor (1980) für Monetary Economics an der Graduate School of Business Administration der University of Chicago (1981); seit 1984 Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim; Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und der European Constitutional Group; Associate Editor der Zeitschrift "Review of International Organizations"; Spezialisierungsgebiete: Internationale Organisationen, Politische Ökonomie, Währungspolitik, Geldpolitik, Sozialpolitik, Wissenschaftstheorie.

Zum Vortrag: Der Europäische Gerichtshof wird häufig als "Motor der europäischen Integration" bezeichnet. Auch zahlreichen nationalen Verfassungsgerichten wird nachgesagt, dass sie die politische Zentralisierung ihres Landes befördert oder zumindest nicht aufgehalten haben. In dem Vortrag werden vier Hypothesen aufgestellt, die diesen Sachverhalt erklären könnten. Ein empirischer Test erlaubt es, zwei der Hypothesen zu verwerfen. Die verbleibenden beiden Hypothesen dienen dazu, mögliche Reformen für den Europäischen Gerichtshof (und die nationalen Verfassungsgerichte) abzuleiten.