7. Juli 2005
Anwaltstaktik und Anwaltsethik – eine Botschaft aus dem Mittelalter?
Ein Vortrag von Herrn Dr. Bernd Kannowski, Frankfurt am Main
um 18.00 Uhr c.t. im großen Sitzungssaal der BHF-BANK AG, Bockenheimer Landstraße 10, Eingang Oberlindau 2, Frankfurt am Main. Parkmöglichkeit besteht im Parkhaus Alte Oper.
Vor dem Vortrag lädt die BHF-BANK AG zu einem kleinen Umtrunk ein.


Zur Person: Dr. Bernd Kannowski ist Rechtsanwalt und Privatdozent mit der Lehrbefähigung für deutsche und europäische Rechtsgeschichte, bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht. Seine vor kurzem vorgelegte Habilitationsschrift beschäftigt sich mit einem mittelalterlichen Kommentar ("Glosse") zum Sachsenspiegel, dem bedeutendsten deutschen Rechtsbuch. Derzeit ist er Vertreter des Lehrstuhles für bürgerliches Recht, deutsches, europäisches und internationales Wirtschaftsrecht, Law and Finance und Rechtsvergleichung (Prof. Haar) an der Johann Wolfgang Goethe–Universität in Frankfurt am Main. Herr Kannowski war Stipendiat der DFG und der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur.

Zum Vortrag: "Anwaltstaktik und Anwaltsethik" sind nicht erst in unseren Tagen ein Thema. Auch im Mittelalter hat man sich Gedanken darüber gemacht, wie ein Helfer vor Gericht sich verhalten sollte. Dabei erscheint der Anwalt ("Fürsprecher") als ein "Ritter der Gerichte", der einen vielleicht todbringenden Kampf auszufechten, sich dabei aber an das Recht zu halten und einem hohen moralischen Leitbild zu genügen hat. Ohne ethische Gebote kann der Kampf nicht erfolgreich sein; dreizehn Regeln sind es, die ein guter Fürsprecher zu beachten hat – eine Botschaft auch für heute.