11. November 2004
Reformen des Sozialstaats im internationalen Vergleich
Ein Vortrag von Professor Dr. jur. Bernd Baron von Maydell, München
um 18.00 Uhr c.t. im großen Sitzungssaal der ING BHF-BANK AG, Bockenheimer Landstraße 10, Eingang Oberlindau 2, Frankfurt am Main. Parkmöglichkeit besteht im Parkhaus Alte Oper.
Vor dem Vortrag lädt die ING BHF-BANK AG zu einem kleinen Umtrunk ein.


Zur Person: Geboren 1934 in Reval/Estland. Nach dem rechtswissenschaftlichen Studium in Marburg und Berlin und beiden Staatsprüfungen Promotion Marburg (1960) und Habilitation Bonn (1971), Ordentl. Professor für Sozialrecht an der Freien Universität Berlin (1975-81), Ordentl. Professor für Bürgerliches Recht, Arbeits- und Sozialrecht an der Universität Bonn und Rektor des Instituts für Arbeitsrecht und Recht der sozialen Sicherheit (1981-82), Direktor des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Sozialrecht in München (1992-2002), emeritiert seit 1.8.2002, Honorarprofessor an der Universität München seit 1992. Mitglied u. a. der Polnischen Akademie der Wissenschaften, des Vorstands der Deutschen Sektion des Europäischen Instituts für soziale Sicherheit, des Sachverständigenausschusses für die Kontrolle der Anwendung der Konventionen und Empfehlungen der Internationalen Arbeits-Organisation (1982-2003).

Zum Vortrag: Reformen des Sozialstaats sind, das ist heute weitgehend unbestritten, notwendig. Gestritten wird jedoch über Inhalt und Umfang der Reformen. In Anbetracht der Europäisierung vieler Lebensverhältnisse läge es nahe, sich bei der Reformarbeit an ausländischen Beispielen und Trends zu orientieren. Das geschieht bislang jedoch nur sehr punktuell und ohne gründliche Vorarbeiten. Es ist daher notwendig, mehr als bisher die Erkenntnisse der Sozialrechtsvergleichung zu nutzen. Anwendungsbeispiele sind u. a. die Transformationsprozesse in den ehemals sozialistischen Staaten und die offene Methode der Koordinierung im Rahmen der Europäischen Union.