13. März 2008
"Das neue Unterhaltsrecht – insbesondere der Unterhalt wegen Kindesbetreuung"
Ein Vortrag von Frau Professor Dr. Marina Wellenhofer, Frankfurt am Main
um 18.00 Uhr c.t. im großen Sitzungssaal der BHF-BANK AG, Bockenheimer Landstraße 10, Eingang Oberlindau 2, Frankfurt am Main. Parkmöglichkeit besteht im Parkhaus Alte Oper.
Vor dem Vortrag lädt die BHF-BANK AG zu einem kleinen Umtrunk ein.


Zur Person: Frau Dr. Marina Wellenhofer hat an der Universität Frankfurt den Lehrstuhl für Zivilrecht und Zivilverfahrensrecht inne. Sie studierte von 1984 bis 1989 Rechtswissenschaften an der Universität München. Dem schloss sich das Rechtsreferendariat in München, Freising und London an. Zeitgleich promovierte sie bei Professor Dr. Hermann Nehlsen an der Universität München auf dem Gebiet des Unterhaltsrechts. Nach dem zweiten Staatsexamen im Jahre 1992 war Marina Wellenhofer zunächst am Bayerischen Wirtschaftsministerium tätig. 1994 kehrte sie zurück an die Universität München als wissenschaftliche Assistentin von Professor Dr. Dr. Dr. h. c. mult. Klaus J. Hopt. 1998 habilitierte sie sich mit einer Arbeit über "Zulieferverträge im Privat- und Wirtschaftsrecht". Die Habilitationsschrift wurde von zwei Wissenschaftspreisen ausgezeichnet. Es folgten Rufe an die Universität Kassel (1999-2001), die Universität Hamburg (2001-2004) und im Jahre 2004 an die Universität Frankfurt (Nachfolge Manfred Wolf). Den Forschungsschwerpunkt bildet derzeit das Familienrecht, insbesondere das Abstammungsrecht, das Recht der nichtehelichen Lebensgemeinschaft, das Unterhaltsrecht und das Recht des Versorgungsausgleichs.

Zum Thema: Am 1.1.2008 ist nach mehrjährigen Vorarbeiten das Gesetz zur Änderung des Unerhaltsrechts in Kraft getreten. Die Regelungen des neuen Unterhaltsrechts bedeuten zwar keinen Systemwechsel, haben aber doch zahlreiche Auswirkungen auf die künftige Ausgestaltung von Unterhaltsansprüchen. Insbesondere sind die Ansprüche von Frauen, die sich nach der Scheidung der Kindesbetreuung widmen, deutlich abgesenkt worden. Verbessert hat sich nach der Schelte des Bundesverfassungsgerichts am bisherigen Rechtszustand lediglich die unterhaltsrechtliche Stellung der Frau, die mit dem Vater ihres Kindes nicht verheiratet ist. Ob die angestrebten Reformziele – Förderung des Kindeswohls, Stärkung der nachehelichen Eigenverantwortung und Vereinfachung des Unterhaltsrechts – wirklich erreicht worden sind, erscheint sehr fraglich.