17. Oktober 2007
"Reduktion von Ungewissheit als Rechtsproblem bei elektronischen Verträgen"
Ein Vortrag von Herrn Professor em. Dr. Wolfgang Kilian, Hannover
um 18.00 Uhr c.t. im großen Sitzungssaal der BHF-BANK AG, Bockenheimer Landstraße 10, Eingang Oberlindau 2, Frankfurt am Main. Parkmöglichkeit besteht im Parkhaus Alte Oper.
Vor dem Vortrag lädt die BHF-BANK AG zu einem kleinen Umtrunk ein.


Zur Person: Studium 1959 an der Universität Frankfurt am Main; Referendar 1964-1967; Promotion 1967; wissenschaftlicher Assistent 1968-1972; Habilitation 1973 (Lehrbefugnis: Zivilrecht, Wirtschaftsrecht, Rechtstheorie, Rechtsinformatik); seit 1974 ordentlicher Professor an der Universität Hannover (Rufe an die Universitäten Hamburg und Saarbrücken); ca. 150 Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen; Gründungspräsident der GRVI (Gesellschaft für Rechts- und Verwaltungsinformatik) und bis 1998 Vorstandsmitglied der DGRI (Deutsche Gesellschaft für Recht und Informatik); Präsident der Vereinigung europäischer Rechtsinformatikinstitute (FIRILITE).

Zum Vortrag: Elektronische Verträge zwischen Unternehmen oder Verbrauchern beruhen wie klassische Verträge auf wechselseitigen Versprechen. Das personenbezogene Vertrauen wird bei elektronischen Verträgen durch Informationssammlungs- und Informationsverarbeitungsprozesse substituiert. Dadurch wird der Abschluss eines elektronischen Vertrages zu einem technisch gestützten Entscheidungsprozess, bei dem es darauf ankommt, Ungewissheiten zu reduzieren. Bei einem Vergleich des elektronischen Vertrages mit dem klassischen Vertrag ergeben sich keine Unterschiede in der Grundstruktur, aber in den Verfahren des Abschlusses und der Abwicklung. Die für die elektronischen Verträge eingesetzten technischen und rechtlichen Instrumente auf nationaler und supranationaler Ebene werden analysiert und bewertet.