24. September 2014
Gemeinsam mit dem Haus am Dom
und der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen
veranstaltet die FJG ein juristisch-theologisches Fachkolloquium zum Thema


"Sterbehilfe"
mit
Herrn Prof. Dr. Franz-Josef Bormann, Moraltheologe, Universität Tübingen
Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Ulfried Neumann, Rechtswissenschaftler, Universität Frankfurt am Main

um 18.00 Uhr c.t. in der Aula der Phil.-Theol. Hochschule St. Georgen, Offenbacher Landstraße 224, 60599 Frankfurt am Main. Parkmöglichkeiten bestehen auf dem Gelände der Hochschule. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Hochschule mit den Straßenbahnlinien 15 und 16 (Haltestelle Balduinstraße) erreichbar.

Zum juristisch-theologischen Fachkolloquium: Sollen Ärzte und Pflegende rechtlich zulässig Beihilfe zur Selbsttötung leisten dürfen? Sollen diese Berufsgruppen womöglich auch auf Verlangen Töten dürfen. Zunehmend wird in Deutschland eine Liberalisierung der gesetzlichen Regelungen zur Sterbehilfe befürwortet. Schon seit den 1980er Jahren wird über eine gesetzliche Regelung der Sterbehilfe diskutiert. 2014 hat der Bundesgesundheitsminister einen neuen Anlauf unternommen, die Beihilfe zur Selbsttötung zu regeln. Ein fraktionsübergreifender Gesetzesentwurf soll Anfang 2015 im Bundestag beraten und im Herbst 2015 beschlossen werden. Die katholische und die evangelische Kirche lehnen jedoch übereinstimmend jede ärztliche Beihilfe zum Suizid ab. Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Auseinandersetzung diskutieren zwei Kenner der Materie – ein Jurist, ein Theologe – vor und mit dem Publikum.

Zum Referenten: Prof. Dr. Franz-Josef Bormann, geb. 1965; 2005 Priesterweihe; Studium der Philosophie und der kath. Theologie an der Philosophischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main, der Universität München, der Hochschule für Philosophie, München, sowie der Pontifica Universitas Gregoriana in Rom. Nach Promotion (1998) wissenschaftlicher Assistent am Institut für Systematische Theologie der Universität Freiburg sowie Forschungsaufenthalte in Oxford (GB) und Harvard University (USA). 2005 Habilitation. Anschließend Inhaber des Lehrstuhles für Moraltheologie und Ethik an der Theologischen Fakultät Paderborn sowie seit dem Sommersemester 2008 des Lehrstuhles für Moraltheologie (Theologische Ethik I) an der Theologischen Fakultät der Universität Tübingen.

Zum Referenten: Prof. Dr. Dr. h.c. Neumann, geb. 1947, Studium der Rechtswissenschaft in Tübingen und München. 1971 Erstes und 1974 zweites juristisches Staatsexamen in München. Ab 1974 Assistent am Institut für Rechtsphilosophie und Rechtsinformatik der Universität München. 1978 Promotion, 1983 Habilitation ebenfalls in München. Anschließend Inhaber der Professur für Rechtsphilosophie an der Universität Frankfurt am Main und seit 1987 des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht. Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie an der Universität Saarbrücken. Ab 1994 Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie an der Universität Frankfurt am Main. Präsident der Deutschen Sektion sowie Mitglied des Weltpräsidiums der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie.

Hinweis: Am 23. September 2014 um 19:00 Uhr spricht und liest der Journalist und Publizist Gerbert van Loenen aus den Niederlanden im Haus am Dom zum Thema „Das ist doch kein Leben mehr! Warum aktive Sterbehilfe zu Fremdbestimmung führt.“ Eintritt € 4, ermäßigt € 3.