26. August 2010
"Sammelklagen und Justizstandorte im internationalen Wettbewerb"
Ein Vortrag von Herrn Professor Dr. Harald Koch, Berlin
um 18.00 Uhr c.t. im großen Sitzungssaal der BHF-BANK AG, Bockenheimer Landstraße 10, Eingang Oberlindau 2, Frankfurt am Main. Parkmöglichkeit besteht im Parkhaus Alte Oper.
Vor dem Vortrag lädt die BHF-BANK AG zu einem kleinen Umtrunk ein.


Zur Person: geb. in Bevensen/Niedersachsen; Studium in Bonn, Tübingen und Hamburg, dort jur. Staatsexamina, Promotion und Habilitation; Professuren in Hamburg (1978-80), Hannover (1980-92), Rostock (1992-2008), dort Direktor des Instituts für Internationales Recht und des Instituts für Anwaltsrecht sowie Richter am OLG Rostock; mehrere Forschungsaufenthalte und Gastprofessuren in den USA; seit 2008 (Senior-)Professor für Internationales Privat- und Verfahrensrecht und für Rechtsvergleichung an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Zum Vortrag: Der Vortrag nimmt die aus den USA nach Europa gelangte, inzwischen aus Brüssel vorangetriebene Diskussion darüber auf, ob es zur Erhaltung eines wettbewerbsfähigen Justizstandortes der Einführung effektiver kollektiver Rechtsschutz-Instrumente bedarf. Auch der deutsche Gesetzgeber hat sich derzeit dieser Frage zu stellen, wenn über eine Verlängerung oder Verbreiterung des Anwendungsbereichs des Kapitalanlagen-Musterverfahrensgesetzes 2005 zu entscheiden ist. Diese Diskussion stellt eigentlich zwei Fragen: Ist Justiz eine Dienstleistung, die sich dem internationalen Wettbewerb um geeignete und attraktive Standorte stellen muss? Und: Welche Art von Sammelklagen kann im Wettbewerb der Rechtsordnungen hinreichende Anziehungskraft bieten - class actions, Gruppenklagen, Verbandsklagen? Damit sollen prozessrechtsvergleichende und international-verfahrensrechtliche Konzepte ebenso erörtert wie praktische Erfahrungen mit Sammelklagen ausgewertet werden.