28. November 2013
"Geschlechterfairness vor Gericht"
Ein Vortrag von Frau Dr. Jutta Stoll, Frankfurt am Main

um 18.00 Uhr c.t. im Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse, 2. OG, Neue Mainzer Str. 49, Parkmöglich-keiten bestehen im Parkhaus Junghofstraße oder Goetheplatz.

Zur Person: Jutta Stoll, Dr. jur., LL.M., Mediatorin, seit 1985 im District of Columbia (USA) und seit 1986 in Frankfurt am Main als Rechtsanwältin zugelassen; Schwerpunkte der Anwaltstätigkeit: Internationales Recht, Wirtschaftsrecht, Gesellschaftsrecht, Erbrecht, Schiedsverfahren und Mediation; Studium der Rechtswissenschaft in Saarbrücken, Genf, Heidelberg und Washington, D.C., Examina und Promotion in Heidelberg und Stuttgart, LL.M. 1984 Georgetown University, Washington, D.C., USA; 1981-1982 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Heidelberg und dem Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht u. Völkerrecht, Heidelberg; Publikationen: “Vereinbarungen zwischen Staat und ausländischem Investor” (Diss., 1982), diverse Aufsätze im Bereich des (internationalen) Wirtschaftsrechts und Verfahrensrechts.

Zum Vortrag: Es ist unmöglich, Jahrzehnte als Rechtsanwältin – national und international - tätig zu sein, ohne sich auch mit der Gleichberechtigung der Geschlechter im gerichtlichen Verfahren zu befassen. Nach einer kurzen Einführung wird ausgegangen von dem UN-Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau von 1979, in Kraft seit 2000, das unter anderem die „Gleichbehandlung in allen Stadien gerichtlicher Verfahren“ garantiert. Sodann werden die Verfahrensordnungen Deutschlands und mehrerer weiterer Länder auf Ungleichheiten im Zusammenhang mit Beweislast, Beweisführungslast und Beweiswürdigung hin untersucht. Schließlich werden Ungleichgewichte bei der praktischen Handhabung in den betreffenden Ländern dargestellt und Lösungsmöglichkeiten anhand allgemeiner Grundsätze wie des Grundsatzes der Waffengleichheit, des Anspruchs auf rechtliches Gehör sowie des Rechts auf Gewährleistung eines fairen Prozesses und eines wirkungsvollen Rechtsschutzes aufgezeigt.